Wer derzeit durch Geesthacht fährt oder geht, begegnet offenbar häufiger Streifenwagen als sonst. Seit einem SEK-Einsatz Mitte August zeigt die Polizei in der Stadt verstärkt Präsenz. Anwohnerinnen und Anwohner berichten von deutlich mehr Streifenfahrten.

Nach Angaben des Landeskriminalamtes dient der Einsatz der weiteren Aufklärung und der Verhinderung von Straftaten. Wie lange die verstärkte Präsenz andauert, ist allerdings offen. Das LKA erklärt, die Lage werde vor Ort fortlaufend an die jeweiligen Erfordernisse angepasst.

SEK-Einsatz am 17. August

Hintergrund der Maßnahmen ist ein Polizeieinsatz am 17. August. Damals rückte das Spezialeinsatzkommando in Geesthacht an. Bei dem Einsatz wurde ein Mann festgenommen. Nach Angaben des LKA steht er im Verdacht, gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen zu haben.

In der Wohnung des Mannes fanden Ermittler mehrere Waffen. Darunter war auch ein Sturmgewehr. Der Waffenfund ist damit ein zentraler Bestandteil der Ermittlungen, zu denen die Polizei derzeit zusätzliche Präsenz in Geesthacht zeigt.

Möglicher Zusammenhang mit Hamburger Doppelmord wird geprüft

Unklar ist, ob der Fall aus Geesthacht mit einem mutmaßlichen Doppelmord in Hamburg zusammenhängen könnte. Nach Angaben des Norddeutschen Rundfunks wird diese mögliche Verbindung geprüft. Das Landeskriminalamt steht dazu im Austausch mit den Ermittlern in Hamburg.

Eine Bewertung, ob tatsächlich ein Zusammenhang besteht, liegt damit bislang nicht vor. Auch die zuständige Polizeidirektion Ratzeburg äußerte sich nicht zu den weiteren Details. Als Grund wurden ermittlungstaktische Erwägungen genannt.

Polizei äußert sich nicht zur Dauer

Wie sich die Polizeipräsenz in Geesthacht in den kommenden Tagen entwickelt, bleibt deshalb offen. Die zuständigen Behörden wollen nach den vorliegenden Angaben jeweils auf die Lage vor Ort reagieren. Für Anwohnerinnen und Anwohner ist damit vor allem sichtbar, dass die Polizei derzeit häufiger im Stadtgebiet unterwegs ist.

Der Fall steht nach Angaben des LKA im Zusammenhang mit den Ermittlungen wegen des mutmaßlichen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Weitere Einzelheiten zu dem festgenommenen Mann, den sichergestellten Waffen oder möglichen Konsequenzen für ihn nennt die vorliegende Mitteilung nicht.