Auf der B 5 in Geesthacht werden am Donnerstag, 20. August 2026, Videokameras den Verkehr erfassen. Die automatische Zählung findet in Fahrtrichtung Escheburg auf dem Abschnitt zwischen der Einmündung Trift und der Kreuzung Rathausstraße/Rosenblöcken statt. Für Autofahrerinnen und Autofahrer soll sich dadurch am Ablauf auf der Berliner Straße nichts ändern.

Die Stadt Geesthacht weist darauf hin, dass die Verkehrserhebung Teil der bundesweiten Fahrleistungserhebung 2026 im Auftrag der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) ist. Im Kreis Herzogtum Lauenburg sind zwischen dem 13. und 26. August insgesamt zehn Erhebungsstandorte vorgesehen. Geesthacht ist einer davon.

24 Stunden Messung ohne Eingriff in den Verkehr

Am Geesthachter Standort wird der Verkehr über einen Zeitraum von 24 Stunden automatisch aufgezeichnet. Die Kameras sollen am Vortag montiert und am Folgetag wieder entfernt werden. Dafür werden die Geräte am Seitenrand an bereits vorhandenen Schilder- oder Laternenmasten befestigt. Hinweisschilder machen auf die Zählung aufmerksam. Zusätzlich wird vor Ort ein kleines Informationsschild mit Kontaktdaten und Angaben zum Zweck der Erhebung angebracht.

Nach Angaben der Stadt entstehen für Verkehrsteilnehmende keine Einschränkungen. Die Erhebung erfolgt ohne Eingriff in den Verkehrsablauf. Bundesweit wird an 520 zufällig ausgewählten Zählstellen in 52 Landkreisen jeweils 24 Stunden lang gezählt.

Welche Daten die Kameras erfassen – und welche nicht

Bei der Erhebung werden unter anderem Fahrzeugart und Nationalität der Fahrzeuge ermittelt. Dafür werten die eingesetzten Kameras Kennzeicheninformationen unmittelbar vor Ort automatisiert aus. Die Auswertung erfolgt direkt im Gerät oder in einer unmittelbar angeschlossenen Verarbeitungseinheit.

Erfasst werden laut Stadt unter anderem Zeitstempel, Fahrzeugklasse, Nationalität sowie Marke und Modell. Die ursprünglichen Videobilder werden dagegen nicht gespeichert oder weiterverarbeitet. Eine spätere Rekonstruktion oder Zuordnung eines Kennzeichens soll nicht möglich sein. Personenbezogene Daten werden nicht gespeichert; ebenso wird kein Bildmaterial mit Personenbezug verarbeitet.

Grundlage für künftige Verkehrsplanung

Die bundesweite Erhebung soll ein aktuelles Bild des motorisierten Straßenverkehrs in Deutschland liefern. Die Fahrleistung gilt dabei als wichtige Kenngröße, etwa für die Bewertung der Verkehrssicherheit, die Nutzung der Straßeninfrastruktur und die Einschätzung verkehrsbedingter Umweltbelastungen.

Eine vergleichbare Untersuchung fand zuletzt 2014 statt. Weil sich Verkehr und Bevölkerungsstruktur verändert haben, sollen die Daten nun aktualisiert werden. Die Ergebnisse sollen außerdem helfen, Veränderungen im Verkehrsaufkommen abzubilden und eine belastbare Grundlage für künftige Verkehrs- und Infrastrukturplanungen zu schaffen.